leftop01
Banner der KAB Goch

August 2018

KW

Mo

Di

Mi

Do

Fr

Sa

So

31.

 

 

01

02

03

04

05

32.

06

07

08

09

10

11

12

33.

13

14

15

16

17

18

19

34.

20

21

22

23

24

25

26

35.

27

28

29

30

31

 

 

jp18


Jahresprogramm
2018

Familien(t)räume

familientraumeDie Katholische Arbeitnehmer-Bewegung (KAB) Niederhein in den Kreisen Kleve und Wesel hat im Frühjahr 2002 die “Aktion Familien(t)räume ins Leben gerufen. In diesem Rahmen wurde unter Beteiligung von Familien eine Befragung konzipiert, um zu erfahren, wie sie ihr lokales Umfeld in unterschiedlichen Bereichen (Betreuungssituation, Dienstleistungsangebot, Wohnumfeld, Mitsprachemöglichkeiten) bewerten und was ihnen besonders wichtig ist.
In Zusammenarbeit mit dem Institut für Entwicklungsplanung Strukturforschung (IES) an der Universität Hannover wurde ein vierseitiger Fragebogen entwickelt, der in den Städten und Gemeinden in den Kreisen Wesel und Kleve sowie in einigen Stadtteilen von Duisburg und in Kempen bei unterschiedlichen Gelegenheiten wie Märkten, Veranstaltungen u.a. an Familien verteilt und dort in der Regel unmittelbar ausgefüllt wurde. Ebenfalls gewann die KAB Einrichtungen wie Kindergärten, Schulen, Familienbildungsstätten und Kirchengemeinden als Kooperationspartner und verteilte dort ihre Bögen.
In einem Brief haben wir dem Bürgermeister über unsere Aktion informiert. Nach einem Gespräch mit dem Schulverwaltungsamt haben wir von den insgesamt 22.000 gedruckten Fragebögen ca. 1.000 vor den Schulen und anderen Einrichtungen verteilt. Anschließend haben wir dann alle Grundschulen und Kindergärten im Stadtgebiet Goch angeschrieben und aufgesucht, um dort Briefkästen aufzustellen.
Im November 2002 schlossen sich auch die KAB-Gruppen aus Pfalzdorf, Asperden, Kessel und Hassum an. Zusammen wurden von allen Vereinen ca. 1.800 Fragebögen verteilt.
Die Befragung richtete sich an Eltern mit (minderjährigen) Kindern. Die Eltern wurden vorab nach einer “sponten” Gesamtbewertung der Lebensbedingungen der Familien, Kinder und Jugendlichen an ihrem Wohnort gefragt. Neben statistischen Fragen ging es bei der Befragung um die Bereiche Familien und Betreuung, Dienstleistungen für Familien, Familien und ihr Wohnumfeld und Familien und kommunale Familienpolitik. In der Befragung wurden die Eltern um eine Bewertung der Betreuungssituation an ihrem Wohnort gebeten.
Familien brauchen zur Bewältigung ihrer vielfältigen Alltagsaufgaben ein umfangreiches Dienstleistungsangebot. Zur Vermeidung von allzu langen Wegezeiten sollten die wichtigsten Einrichtungen möglichst wohnungsnah vorhanden sein. In der Befragung wurde das Vorhandensein einiger wesentlicher Angebote (Einkaufsmöglichkeiten des täglichen Bedarf, das Dienstleistungsangebot wie Post, Bank etc., die ärztliche Versorgung und auch Sport- und Bewegungsangebote) abgefragt.
Am 31. Januar 2003 endete die Fragebogenaktion, an der sich ca. 70 Gruppen beteiligten und 70.000 Fragebögen verteilt wurden. Die insgesamt 6.699 vorliegenden Bögen wurden dann anschließen vom IES statistisch ausgewertet.
Nachdem das Gesamtergebnis der Umfrage auf dem Bezirkstag in Uedem durch den KAB Bezirk Kleve vorgestellt wurde, haben wir die im Rat vertretenen Fraktionen, die Stadtverwaltung, Vertreter der Schulen und Kindergärten und alle Teilnehmer der Aktion zu einem Abend am 2. Juni 2003 in das Pfarrheim Liebfrauen eingeladen, an dem das Ergebnis der Aktion für das gesamte Gocher Stadtgebiet von Silvia Steinberg vorgestellt wurde.
In den 176 Fragebögen, die wir als Ortsgruppe Goch zurück erhalten, wurde besonders eine bessere Kinderbetreuung gewünscht.
Die Familien waren größtenteils mit ihrer Wohnsituation zufrieden, auch das Angebot an Kindergärten wurde positiv bewertet. Bei den Betreuungsangeboten für Kinder wurden insbesondere Nachmittagsbetreuung und Ganztagsschulen vermisst. Besonders aufgefallen ist der große Anteil an Antworten “Weiß nicht”, der sich quer durch alle Themenbereiche zog. In der anschließenden Diskussion stellten sich Herr Krantz und Herr Thissen als Vertreter der Stadt Goch den Fragen. Vertreter der Gocher SPD und FDP nahmen rege an der Diskussion teil. Die Grünen hatten sich entschuldigt, während von Seiten der CDU keinerlei Reaktion auf die Einladung erfolgt war.
An diesem Abend wurde u.a. auch die Einrichtung eines Familienbeirates angeregt, war jedoch bis jetzt nicht erfolgte. Vielleicht schafft die KAB es, gemeinsam mit anderen Gruppierungen und Vereinen einen solchen Beirat bei der Stadt Goch einzurichten.
Im Sommer 2003 nutzten Parteien das Ergebnis unserer Aktion, um den Bedarf einer Ganztagsgrundschule nachzuweisen.

TSp3

KAB Goch beteiligt sich an Fragebogenaktion “Familienträume”
Wünsche der Familien den Politikern vortragen

Betreuung wurde vermisst
Fragebogenaktion der KAB

 

Die linke Zeitungsüberschrift ist vom Beginn der Aktion Familienträume, die rechte von der Vorstellung der Ergebnisse im Juni 2003 bei uns in Goch.
Anfang 2003 wurde vom Land ein Förderprogramm für Ganztagsschulen aufgelegt. Die Gocher SPD nutzte die Ergebnisse unserer Umfrage, um den Bedarf einer Ganztagsschule nachzuweisen. Mit dem Beginn des neuen Schuljahres 2004/2005 wurde in der Katholischen Bekenntnisgrundschule Liebfrauen eine Ganztagsgruppe eingerichtet.
Über diesen Umweg haben wir mit der Aktion Familienträume viel mehr erreicht, als wir vorher zu hoffen wagten, die geleistete Arbeit hat sich also gelohnt. Wir als KAB sollten uns viel öfter “politisch” äußern, auch wenn nicht immer ein Erfolg sofort sichtbar wird. Aber dazu ist es wichtig, auch von unseren Mitgliedern unterstützt zu werden und nicht immer nur die aktiven Mitarbeiter “machen” zu lassen.

 

 

[Startseite] [Was wir bieten] [Ortsangebote] [KAB aktiv] [Vorschau] [Archiv] [Ehrenämter] [Kontakt] [Impressum]